BELLE

Man erzählt sich, dass die Erde einst ein schöner Garten – über und über voller Blumen – gewesen sei.

Aber dann senkte sich eine Zeit herab, in der die Menschen die wahre Schönheit der Natur nicht mehr zu sehen vermochten, und die Welt wurde zu einem betrüblichen Ort.

Geflügelte Feen lebten, der Traurigkeit trotzend, ihr freudvolles Leben im verstecktesten aller geheimen Gärten von Mutter Natur fort.

Eines Nachts schlich sich eine neugierige und furchtlose Fee nach draußen, welche immer an die Sterblichen geglaubt hatte, um die Welt hinter dem goldenen Tor des Gartens zu erkunden.

Sie flog über unzählige Länder hinweg und begriff schließlich, dass all das Unbehagen, das die Menschen befallen hatte, seine Ursache im Fehlen der Schönheit hatte.

Die Fee war von ihrer Entdeckung wie elektrisiert.

Mutter Natur hielt vor Angst, wie die Menschen ihre geliebten Kreaturen behandeln würden, alle Blumen in ihrem geheimen Garten versteckt. So konnte der Mensch seinen Blick nicht mehr auf sie werfen, bevor sie sich erhoben und in ihr eigenes Herz zurückgewachsen waren.

Zurück zuhause beschloss die junge Fee, ihre geheime Entdeckung gegenüber ihren Schwestern für sich zu behalten. Am ersten Morgen des Frühlings sah sie die Blüte einer Blume hinter einem Felsen herausspitzen. Sie war zart, aber nicht extravagant, klein und doch ganz stark.

Für die Fee war es die schönste Blume, die sie je gesehen hatte.

Und als Mutter Natur einmal einschlief, pflückte die Fee die Blume und eilte erneut aus dem versteckten Garten hinaus. Heimlich pflanzte sie die Blume auf einen Berggipfel, damit die ganze Welt sie sehen konnte, und damit sich die Menschen wieder an Schönheit und Glück erinnerten.

Weil die Fee reinen Herzens war, symbolisiert die Glockenblume, die schöne Belle, eine Hoffnung und eine Ausdauer, die bis in alle Ewigkeit andauern werden.

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