SAKURA TALES

Picture: "The Actor Iwai Hanshirō IV as Sakura Hime, the Cherry Princess" by Torii Kiyotsune, Edo period (1615–1868)


 

春の夜は桜に明けてしまひけり

Eine herrliche Frühlingsnacht

verschwand plötzlich, während wir

die prächtige Kirschblüte beobachteten.

- Basho

 

Der gefeiertste Haiku-Dichter aller Zeiten, Basho, war tief bewegt von der alljährlichen, spektakulären japanischen Kirschblüte, der „Sakura“.

Die ganze Nation ist dabei, wenn in Japan die Kirschblüte eine Woche bis zu zehn Tage lang gefeiert wird. Sie beginnt wie ein Wirbelwind in den wärmsten Präfekturen Japans, bewegt sich dann langsam über die Hochebenen und erreicht schließlich Hokkaido.

Sowohl die Ankunft als auch das sanfte Treiben der schneeartigen Kirschblüten-Wirbelwolken werden in der japanischen Gesellschaft intensiv wahrgenommen und hoch verehrt. Das bemerkenswerte Naturphänomen bedeutet den Japanern die Verkörperung des „mono no aware“, eines japanisches Ästhetikprinzips. „Mono no aware“ heißt wörtlich übersetzt „das Herzzerreißende der Dinge“. Es bezeichnet das Gefühl von Traurigkeit, das der Vergänglichkeit der Dinge nachhängt – und sich doch damit abfindet.

Viele Jahrhunderte lang wurde diese Sakura-Metapher mit dem edlen Leben eines Samurai in Verbindung gebracht. Allein der Gedanke an Sakura ermächtigt ihn, den Schmerz um die Endlichkeit der Dinge sowie um das Wissen, dass Vergänglichkeit ein essenzieller Teil ihrer Schönheit und ihres Seins ist, zu beenden.

In der japanischen Mythologie heißt die Göttin von Mount Fuji und aller Vulkane „Sakura“ oder „die Blütenprinzessin“. Man sagt, dass ihre Liebesgeschichte mit der Gottheit Ninigi sowie dessen Weigerung, Sakuras ältere Schwester, die Steinprinzessin, zu heiraten, der Grund für die kurzlebige, Sakura-artige Natur des menschlichen Lebens sei – statt hart wie Stein zu sein. 

Picture:  Yayoi asukayama hanami by  Kitao, Shigemasa, 1739-1820.  Shigemasa's 18th-century hanami (flower viewing) party scene shows three women and a man at Asukayama Park, opened by Japanese Shōgun Tokugawa Yoshimune (1684-1751) who had its famous cherry trees transplanted there in 1720.

Above the image is a haiku poem describing both arboreal and human "blossoms": Murekitaru / Hana mata hana no /  Asuka-yama : All flocked together / Blossoms upon blossoms / Asuka Hill

In Japan glaubt man, dass in der Zeit der Kirschblüte alles möglich sei. Und die Zeit der Kirschblüte ist gleichzeitig das Signal für den Frühlingsanfang. Sie führt Optimismus, Hoffnung und Erneuerung mit sich. Sie ermutigt zur Achtsamkeit, Dankbarkeit und zur Wertschätzung des Lebens. Während dieser magischen Zeit ist es von großem Wert, über das Leben nachzudenken, indem wir uns selbst mit der schönen, vergänglichen und so unglaublich zarten Blüte vergleichen.         

Die Kollektion „Sakura“ von Stenzhorn bringt die Bewunderung für dieses immer wiederkehrende, faszinierende Naturschauspiel sowie für den tiefen, philosophischen und nachhaltig ästhetischen Impuls innerhalb einer uralten Kultur zum Ausdruck.

Insofern verstehen wir diese Kollektion als Feier der Schönheit sowie der Lebensfreude. In vielen Kulturen stellt der Kelch selbst das Symbol des Lebens dar. Aus diesem Grund haben wir beschlossen, die gekurvten Linien der Blüte und seiner Blätter in ebendieser Form zu gestalten.

Die Farben von Sakura changieren zwischen verbindlichem Weiß und Roségold. Ihre Abrundung finden sie in rubinroten Blüten und ihr Finish mit zart-pinken Saphiren sowie mit Diamanten im Carrée-Schliff.

 

 

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